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Was Sie jetzt über das neue Welt-Handicap wissen sollten

Ab 2021 gelten weltweit neue Handicap-Regeln - im Folgenden haben wir für Sie zusammengefasst, wie das aktuelle Handicap zum neuen Jahr in den Welt-Handicap-Index umgerechnet wird:

Ab 2021 wird das Handicap (HCP) zum Welt-Handicap-Index (WHI)

In wenigen Monaten wird in Deutschland das neue Welt-Handicap eingeführt. Für zahlreiche Golfer wird sich somit das teilweise hart erspielte Handicap ändern. Im Folgenden wollen wir zusammenfassen, was wir (Stand heute) über das neue Welt-Handicap und die damit einhergehende Handicap-Umrechnung wissen.

Die Welt rückt im Zuge der Globalisierung zusammen und somit haben sich auch die bis dato weltweit bestehenden Handicap-Systeme überlegt, dass Sie in Zukunft einheitliche Regelungen haben möchten. Der Vorteil dieses neuen Handicapsystems liegt darin, dass vom 01.01. 2021 an z.B. europäische Golfer in den USA oder in Australien Turniere spielen können, ohne ihr HCP umständlich umrechnen zu müssen.

Ab 2021 gibt es keine Ausnahmen mehr vom neuen WHI

Von 2021 gelten weltweit nun einheitliche Handicap-Regeln. Damit einher gehen leider Handicap-Umrechnungen: Von diesen HCP-Konvertierungen sind alle Golfer in Deutschland betroffen. Es betrifft also nicht nur Fernmitglieder, sondern jeden Golfer in Deutschland (und weltweit). Doch was ändert sich beim Handicap denn nun?

Ab Januar heißt das HCP nicht mehr Handicap, sondern WHI. Das bedeut "World-Handicap-Index". Der WHI beginnt wie das bekannte HCP bei 54 und endet bei null. Ganz neu ist aber die Berechnung des WHI: Hier wird in Zukunft ein Durchschnittwert der letzten gespielten Runden genommen, um daraus den WHI zu berechnen.

Im Groben sieht die Berechnung des neuen WHI so aus:

Aus den letzten 20 Ergebnissen, die ein Golfer in den letzten vier Jahren gespielt hat, werden ab 2021 die besten acht Ergebnisse für den WHI gewertet. Die schlechtesten 12 Ergebnisse gehen also nicht in den WHI ein. Aus diesen acht Ergebnissen wird dann der WHI als Durchschnittswert berechnet.

Hat ein Golfer weniger als acht Ergebnisse in den letzten vier Jahren gespielt, werden im Grunde nur die bestehenden Ergebnisse genommen und es wird hieraus der WHI berechnet. Ergänzt werden diese Ergebnisse allerdings durch ein sogenanntes Ankerergenis, welches dem aktuellen Handicap entspricht. Aus diesen Daten wird dann wieder im Durchschnittsverfahren der neue WHI berechnet. 

Was passiert mit Spielern, die in den letzten vier Jahren gar kein Ergebnis erspielt haben?

Diese Spieler erhalten nur ein Ankerergebnis, welches ihrem aktuellen HCP enspricht und nur dieses Ergebnis geht in die Berechnung des neuen WHI ein - sprich: Das neue WHI entspricht in diesem Fall dem aktuellen HCP. Also gute News für alle "Wenigspieler" - hier gibt es keine Veränderungen.

Was gibt es sonst noch neues bei der Konvertierung des aktuellen HCP in den WHI zu beachten?

Die Verantwortlichen bei der Gestaltung und Berechnung des neuen WHI haben zudem einen "Zwischenschritt" bei einem WHI von 26,5 eingebaut.

Golfer mit einem WHI über 26,5 können bei der Konvertierung ihres HCP in den WHI nur profitieren. Denn wenn der WHI nach den oben geannten Berechnungen über dem jetzigen HCP liegt, wird der Golfer Anfang 2021 nicht heraufgestuft, sondern bleibt bei seinem jetzigen HCP. es gibt also keine Verschlechterung bei höhreren Handicaps. Liegt der WHi bei diesen Golfern allerdings unter dem jetzigen HCP, so profitiert der Golfer von der Konvertierung des Handicaps.

Bei Golfern, deren aktuelles HCP unter 26,5 liegt, kann es aber durchaus sein, dass der WHI schlechter (höher) liegt als das Ende 2020 geltende HCP. Aufgrund der neuen Berechnung mit dem Durchschnittswert der besten Runden kann es zudem sein, dass zwei Golfer die aktuell ein identisches HCP haben, unterschiedliche WHI haben werden.

Es können also alle Golfer in Deutschland gespannt sein, wie ihr neu errechneter WHI denn nun aussehen wird. Eine Formel zur Berechnung des neuen WHI gibt es übrigends nicht. Und die Konvertierung vom HCP zum WHI muss auch längst nicht in jedem Fall eine Verschlechterung bedeuten. Es kann auch durhc aus vorkommen, dass aufgrund der neuen Berechnungsgrundlage der WHI eines Golfers unter dem bis dahin bestehenden HCP liegt. 

Ändert sich ansonsten noch etwas?

Das Grundsystem des Golfsports, wie wir es in Deutschland in den letzten Jahren kennen gelernt haben, bleibt auch in Zukunft gleich:

Der neue WHI wird wie das alte HCP auf den Golfausweis den jeder Golfer von seinem Golfclub zum Jahreswechsel zugeschickt bekommt, gedruckt. Mit diesem Ausweis geht der Golfer dann zum Golf spielen zum Club und meldet sich zur Golfrunde an. Der Deutsche Golfverband ist in Deutschland durch eine Lizenz der alleinig Berechtigte zum Ausgeben des neuen WHI. Der Deutsche Golfverband macht dies in der Praxis über die Golfclubs und die Golfclub-Ausweise und über den VcG. 

Somit ändert sich für alle Fernmitglieder in dieser Hinsicht nichts - es kann sich nur der neue WHI vom aten HCP unterscheiden, aber das System an sich bleibt bestehen.